(Bild von pixabay.com)

Wer kennt ihn noch? Ja das waren Zeiten,

Ich konnte es nicht lassen und habe mir einen zusammen gebaut.
Meine Brotkiste ist in die Jahre gekommen und hatte auch Technisch nicht wirklich
eine Funktion, es ging gar nichts mehr.
Also habe ich erst nachgeschaut, ob noch irgendwie eine Möglichkeit bestand die Brotkiste
zu reparieren. Jedoch stellte sich heraus das da überhaupt nichts möglich war. Er war einfach hinüber. Also suchte ich etwas und fand da eine Seite die mein Interesse weckte.
Es war die Seite von Matthias Lorenz er hatte den C64 auf Verschiedene Platinen gepackt und verkauft diese entsprechend.
Also dachte ich, man könnte doch und ich habe es anschließend auch getan. Ich besorgte mir die Uni64 Leiterplatte, schaute nach, was ich aus dem altem C64 noch alles heraus nehmen konnte und hoffte das die Bauteile noch Funktionierten.

Nachdem ich meine Leiterplatte von der Post geliefert hatte, machte ich mich daran die Bauteile zu bestellen und schaute nach welche Bauteile ich neu brauchte. Das Beschaffen war nicht das eigentliche Problem, bei eBay gibt es noch genug Hersteller die die IC des C64 noch verkauften. Selbst der Memory Controller gibt es und die waren 1. mal gar ich so teuer und 2. auch noch Lieferbar. Selbst der VICII. Was ich nicht gefunden habe was der MOS8701, aber auf der Homepage vom Matthias gab es einen Ersatz , den ich aber nicht benötigte, das dieser in meinem C64 ein Sockel hatte , das gleiche galt für die 2. MOS6526.

Nachdem ich die Teile alle bestellt hatte , gab es dann Lötarbeit. Die Leiterplatte ist sehr gut Beschriftet auch die Positionierung der Bauteile ist sehr gut gelungen, es ist nichts verbaut , Messpunkte und Jumper sind Beschriftet. Was  mir ganz besonders gefällt an dieser Platine ist, das der IEC Anschluß als Pfostenstecker auf der Leiterplatte heraus geführt wurde, somit hat man entweder Platz für ein PI1541 oder einen SD2IEC Kartenleser, dieser kann als Floppy Ersatz genutzt werden und läuft  mit jiffyDOS als Kernal hervorragend zusammen.

Das Aufspielen des C64 Kernals mit Basic und dem Charset habe ich mit dem TL866II plus erledigt, als Rom oder EProm habe ich gleich ein AT29C256 EEProm genutzt, das spart einem das Löschen des EPproms mit UV Licht.

Am Messpunkt TOD muss noch eine Frequenz von 50 Herz eingestellt werden, die Platine ist für 50 Herz / PAL und 60 Herz / NTSC ausgelegt. Entsprechen ist auch der VIC II zu bestücken und die Jumper müssen entsprechend gesetzt werden.

Wie die Zusammensetzung der Dateien sein muss um im UNI64 arbeiten zu können ist in der Anleitung der Erstinbetriebnahme der Beschreibung enthalten.

Nachdem durchmessen der Messpunkte sowie Kontrolle des der einzelnen Spannungen an den IC Sockeln, startete ich den ersten Versuch. Na ja, ehrlich gesagt ging es dann aber nicht. Also Lötpunkte geprüft und siehe da ein Lötpunkt war am Memory Controller nicht gelötet. Nachdem ich den Fehler bereinigte, kam das Testen und siehe da es werde hell.

Der uni64 lief ohne Probleme , Sound in Ordnung , Video war leider in der ersten Bildern noch Composite, deswegen auch die Schlechte
Bildqualität. Der Scart S-Video Stecker war kein S-Video sondern lediglich Composite. Den habe ich dann auch gleich entsorgt und mir einen S-Video zu HDMI Adapter zugelegt.

Ich war von dem Bild überwältigt, gestochen scharf keine Schatten oder Störungen. Sollten Balken zu sehen sein kann dies mit einem Jumper und einem Poti noch nachgestellt werden.

Im Großen und ganzen bin ich begeistert, die Tastatur habe ich auch noch aus dem alten Brotkasten genommen, was jetzt noch fehlt ist ein Gehäuse aber das mache ich mit meinem 3D SLA Drucker selber.