3D Drucker und die Fehler

Wer sich einen 3D Drucker zum selber zusammenbauen kauft der sollte:

  1. Sehr sorgfälltig arbeiten. 
  2. Bevor man mit dem Druck anfängt alles nochmal Prüfen.
  3. Einen Vorabtest durchführen.

 

Einen billigen Drucker selber zusammenbauen kann sehr schnell über Fehler stolpern. Dann ist guter Rat teuer (oder aber auch nicht).

Eigentlich ist es einfach einen 3D Drucker zusammen zu bauen. Es muss lediglich die Anleitung sehr genau durchgelesen werden. Beim STARTT und beim Anet A1 habe ich mir die Anleitungen mal angeschaut und diese sind sehr gut gestaltet. Es wird genau  dargestellt welche Baugruppen wie mit welchen Schrauben befestigt werden müssen.

Steht das Grundgerüst, geht es an den Anschluß der einzelnen Elektronischen Komponennten wie z.B. Endschalter , Stepper Hotend, Thermistoren und Ventilatoren. In der Anleitung vom STARTT sind die einzelnen komponennten bebildert wo diese am Drucker sitzen und  wo diese am Controllerboard angeschlossen sind. Wurden alle Anschlüsse gesetzt ist es ratsam diese wirklich nochmals zu prüfen.

Als erstes die Z-Achse.

Zuerst wird die Z-Achse eingestellt, dabei (wenn es sich um einen Prusa I3 Clone handelt), wie der STARTT,

nutzt man dafür die FR4 Unterlage die als Druckplatte genutzt wird.
Hierbei werden beide Achsen per Hand soweit runtergedreht oder hochgedreht, so das man die Platte noch leicht durchschieben kann. Die Platte darf also nicht eingeklemmt werden.

Es ist auch darauf zu achten das der Drucker jetzt nicht mehr bewegt oder Transportiert wird, da der Abgleich dann von vorne durchgeführt werden muss.


(Siehe Bilder einmal die rechte Seite und die Linke Seite).

 

Die Endschalter

Im Anschluß schaltet man jetzt den Strom ein.


Wer hier die Repetierfirmware 0.92 nutzt hat die möglichkeit mit hilfe  des Bedienfeld hoch oder runter zu steuern bis er auf das Menu kommt das im Bild angezeigt wird (Wie das bei der Marlin Firmware ist weis ich nicht). Das ist die Anzeige für die Endschalter oder ENDSTOPPS. Um zu prüfen ob diese alle reagieren, sollten diese für alle Achsen einmal per hand geschaltet werden. Das Vordere Kästchen sind für die Endschalter am Start und die hinteren für das Ende des Druckbettes. Ist das Kästchen nicht ausgefüllt, dann ist der Endschalter nicht aktiv, ist er geschalten ist das Kästchen gefüllt.Reagiert ein Schalter nicht dann sollte folgendes durchgeführt werden:

1. Ist der Schalter richtig am Board an der richtigen Position angeschlossen. Wenn nein korigieren.

2. Wenn man den Schalter von Hand betätigt hört man ein Klicken.

3. Die sicherste methode um zu Prüfen ob der Schalter aktiviert, ist mit hilfe eines Multimeters. Dabei schalten man beim Multimeter auf die Durchgangsprüfung und Testet ob das Mutlimeter beim Betätigen des Schalters Piept.Ist das der fall kann davon ausgegangen werden das der Schalter reagiert.

Wenn alle Endschalter reagieren ist soweit alles gut. Jetzt kann man alle Achsen mal nach Hause fahren lassen. Das nennt sich auch Homing.

 

Einstellung des Druckbettes

Ist alles soweit gut und der Druckkopf ist in der Homeposition kann nun das Druckbett eingestellt werden.

Dazu gehen wir in das Menu in dem wir die Stepper ausschalten können. Nun könnt ihr die X-Achse und die Y-Achse mit der Hand frei bewegen.

Von der Z-Achse lassen wir alle schön die Finger.

Wir schieben also die X-Achse bis der Druckkopf an der Vorderen Linken ecke auf das Druckbett zeigt. Im Anschluß nehmen wir ein stück Papier (hier wird ein Postit verwenden und einmal gefaltet. Das hat dann eine Dicke von 0,15mm).
Das Postit legen wir nun zwischen Druckdüse und Druckbett, kann man es nicht runterschieben ist das Druckbett zu hoch. Optimal ist es wenn es gerade noch herausgezogen werden kann. 

Das ganze machen wir mit allen 4 Ecken des Druckbettes. Zum schluß sollte der Abstand nochmals geprüft werden um ganz sicher zu sein das es geht.

Wurde das Druckbett eingestellt, kann man jetzt nochmal ein Homing durchführen.

Somit ist der Drucker einsatztbereit.

Im Übrigen ist das bei dem Video vom STARTT auch nochmals dargestellt. Diesen abgleich kann man im Prinzip für jeden Drucker nach dem Mendelprinzip durchführen.